benjamin weinlich
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#Immich

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Kann ein Abgleich Dateien als fehlend melden, die bewusst weggeschlossen sind?

Ein Abgleich kann Bilder als fehlend melden, die ich selbst bewusst weggeschlossen habe. Private Aufnahmen schiebe ich in unserem Fotoarchiv Immich in einen gesperrten Ordner, und der ist für jede Abfrage über die Schnittstelle unsichtbar. Die Liste der angeblich fehlenden Motive führte sie deshalb wieder auf, ein Massenimport hätte sie zurück in die offene Galerie geholt. Heute halte ich zwei Listen gegeneinander: Was im Papierkorb steht, ist gelöscht, was aus jeder Abfrage fällt, ist gesperrt. Nicht jede Lücke ist ein Verlust.

Wie tauscht man tausende Dateien auf einmal aus, ohne den Rückweg zu verlieren?

Tausende Dateien tauscht man nur aus, wenn jeder einzelne Schritt protokolliert ist und die alten Fassungen noch liegen. In unserem selbst betriebenen Fotoarchiv Immich habe ich 2.675 Kamerabilder durch meine eigenen Entwicklungen ersetzt, jedes mit alter Kennung, neuer Kennung und zugehörigen Alben in einer Protokolldatei. Über fünfunddreißig Alben ging dabei keine einzige Zuordnung verloren, und bis Anfang Oktober kann ich alles zurückdrehen, weil die Originale noch im Papierkorb liegen. Ein Rückweg mit Frist gehört in den Kalender, sonst ist er keiner.

Reicht es, Rohdateien zu archivieren, wenn kein gewöhnliches Programm sie anzeigt?

Rohdateien allein reichen als Archiv nicht, wenn kein gewöhnliches Programm sie öffnet. Auf einer alten Platte lagen 3.151 Rohbilder mit 52,7 Gigabyte, davon 1.791 ohne jedes sichtbare Gegenstück, und mein Rechner zeigte das eine Herstellerformat von Haus aus an, das andere nicht. Ich habe deshalb jede Datei einmal in ein gängiges Bildformat entwickelt und beides behalten, das Rohe und das Lesbare, die Entwicklungen liegen jetzt in Immich. Ein Archiv, das nur ein bestimmtes Programm lesen kann, ist eine Wette auf dieses Programm.

Woher nimmt ein Fotoarchiv das Datum, wenn im Bild selbst keines steht?

Steht im Bild selbst kein Aufnahmedatum, nimmt das Archiv das Datum der Datei, also meist den Tag des Imports. Beim Einspielen unserer alten Fotobestände nach Immich landeten so 843 Bilder aus 2013 und 2014 unter dem dreißigsten August 2026, allesamt aus Messenger- und Handy-Sicherungen, denen die Aufnahmedaten fehlen. Retten ließ sich das nur, weil im Dateinamen noch ein Zeitstempel steckte. Ein Archiv ordnet nicht nach dem, was war, sondern nach dem, was es findet.

Warum meldet die Prüfsumme ein Foto als neu, obwohl das Motiv längst im Archiv liegt?

Die Prüfsumme meldet ein längst archiviertes Foto als neu, sobald es noch einmal aus der Rohdatei entwickelt wurde: gleiches Motiv, andere Bytes. Beim Abgleich meines Bildarchivs in Immich half auch der Aufnahmezeitpunkt nicht weiter, weil eine Serienaufnahme fünf Bilder auf dieselbe Sekunde legt. Getragen hat am Ende nur der Kamerazähler im Dateinamen, der jede Entwicklung überlebt. Ein Merkmal taugt erst dann als Schlüssel, wenn es die Bearbeitung übersteht.