benjamin weinlich
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#Immich

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Bleibt die Cloud eine Sicherung der Handyfotos, wenn man auf ein anderes Handy wechselt?

Nach einem Handywechsel sichert die Cloud nur noch die alten Fotos, für neue ist sie keine Sicherung mehr. Heute habe ich 41.137 Dateien aus meiner iCloud-Mediathek auf unseren eigenen Immich-Server umgezogen und jede einzelne über ihre Prüfsumme nachgezählt. Dabei fiel mir etwas auf: Seit ich vom iPhone auf ein Android-Gerät umgestiegen bin, landet kein neues Foto mehr in iCloud. Unser Sicherungsplan ging aber still davon aus. Deshalb lösche ich die alte Mediathek vorerst nicht. Ein Plan stimmt nur so lange, wie seine Annahmen noch gelten.

Ist eine Protokollmeldung harmlos, nur weil sie nach Verbesserung klingt?

Eine Protokollmeldung ist nicht harmlos, nur weil sie nach Verbesserung klingt. Beim Umzug unserer Google-Fotos nach Immich stand im Protokoll freundlich, eine Datei auf dem Server sei aufgewertet worden. Dahinter steckte etwas anderes: Das Import-Werkzeug hielt Original und bearbeitete Fassung für dieselbe Datei und ersetzte jeweils eine davon, bei 155 Originalen und 80 Bearbeitungen. Ich habe alle einzeln zurückgeholt. Ein freundliches Wort im Protokoll kann einen Verlust beschreiben.

Kann ein Handywechsel eine Datensicherung abschalten, ohne dass man es merkt?

Ein Handywechsel kann eine Datensicherung abschalten, und zwar ohne jede Meldung. Für unser privates Fotoarchiv in Immich, rund 36.000 Bilder, galt die Annahme, dass iCloud von jedem neuen Foto eine Zweitkopie hält. Seit ich vom iPhone auf ein Android-Handy gewechselt habe, kommt dort aber nichts Neues mehr an. Gemerkt habe ich das erst, als ich den Umzug der alten Bilder geplant habe. Eine Sicherung, die an einem Gerät hängt, endet mit dem Gerät.

Mit welchem Konto lädt man tausende Fotos in ein neues Archiv?

Tausende Fotos lädt man mit genau dem Konto hoch, dem sie am Ende gehören sollen, nicht mit dem bequemen Admin-Zugang. In Immich gehört jedes Bild dem Konto, dessen Schlüssel den Import startet, und eine Besitzübertragung gibt es nicht. Mit dem Admin-Schlüssel lägen die knapp 36.000 privaten Fotos für immer beim falschen Konto. Deshalb bekommen auch die Firmenfotos ein eigenes Firmenkonto, bevor das erste hochgeladen wird. Wer den Import startet, bestimmt, wem das Archiv gehört.

Kann ein Abgleich Dateien als fehlend melden, die bewusst weggeschlossen sind?

Ein Abgleich kann Bilder als fehlend melden, die ich selbst bewusst weggeschlossen habe. Private Aufnahmen schiebe ich in unserem Fotoarchiv Immich in einen gesperrten Ordner, und der ist für jede Abfrage über die Schnittstelle unsichtbar. Die Liste der angeblich fehlenden Motive führte sie deshalb wieder auf, ein Massenimport hätte sie zurück in die offene Galerie geholt. Heute halte ich zwei Listen gegeneinander: Was im Papierkorb steht, ist gelöscht, was aus jeder Abfrage fällt, ist gesperrt. Nicht jede Lücke ist ein Verlust.

Wie tauscht man tausende Dateien auf einmal aus, ohne den Rückweg zu verlieren?

Tausende Dateien tauscht man nur aus, wenn jeder einzelne Schritt protokolliert ist und die alten Fassungen noch liegen. In unserem selbst betriebenen Fotoarchiv Immich habe ich 2.675 Kamerabilder durch meine eigenen Entwicklungen ersetzt, jedes mit alter Kennung, neuer Kennung und zugehörigen Alben in einer Protokolldatei. Über fünfunddreißig Alben ging dabei keine einzige Zuordnung verloren, und bis Anfang Oktober kann ich alles zurückdrehen, weil die Originale noch im Papierkorb liegen. Ein Rückweg mit Frist gehört in den Kalender, sonst ist er keiner.

Reicht es, Rohdateien zu archivieren, wenn kein gewöhnliches Programm sie anzeigt?

Rohdateien allein reichen als Archiv nicht, wenn kein gewöhnliches Programm sie öffnet. Auf einer alten Platte lagen 3.151 Rohbilder mit 52,7 Gigabyte, davon 1.791 ohne jedes sichtbare Gegenstück, und mein Rechner zeigte das eine Herstellerformat von Haus aus an, das andere nicht. Ich habe deshalb jede Datei einmal in ein gängiges Bildformat entwickelt und beides behalten, das Rohe und das Lesbare, die Entwicklungen liegen jetzt in Immich. Ein Archiv, das nur ein bestimmtes Programm lesen kann, ist eine Wette auf dieses Programm.

Woher nimmt ein Fotoarchiv das Datum, wenn im Bild selbst keines steht?

Steht im Bild selbst kein Aufnahmedatum, nimmt das Archiv das Datum der Datei, also meist den Tag des Imports. Beim Einspielen unserer alten Fotobestände nach Immich landeten so 843 Bilder aus 2013 und 2014 unter dem dreißigsten August 2026, allesamt aus Messenger- und Handy-Sicherungen, denen die Aufnahmedaten fehlen. Retten ließ sich das nur, weil im Dateinamen noch ein Zeitstempel steckte. Ein Archiv ordnet nicht nach dem, was war, sondern nach dem, was es findet.

Warum meldet die Prüfsumme ein Foto als neu, obwohl das Motiv längst im Archiv liegt?

Die Prüfsumme meldet ein längst archiviertes Foto als neu, sobald es noch einmal aus der Rohdatei entwickelt wurde: gleiches Motiv, andere Bytes. Beim Abgleich meines Bildarchivs in Immich half auch der Aufnahmezeitpunkt nicht weiter, weil eine Serienaufnahme fünf Bilder auf dieselbe Sekunde legt. Getragen hat am Ende nur der Kamerazähler im Dateinamen, der jede Entwicklung überlebt. Ein Merkmal taugt erst dann als Schlüssel, wenn es die Bearbeitung übersteht.

Wann legt man die Ablagestruktur eines Fotoarchivs fest, vor oder nach dem Import?

Die Ablagestruktur eines Fotoarchivs legt man vor dem Import fest, solange das Archiv noch leer ist. In unserem neuen Medienarchiv Immich habe ich die Ordnerregel nach Jahr und Monat eingeschaltet, als erst 41 Bilder darin lagen. Die Umsortierung war in Sekunden erledigt. Bei den rund 36.000 privaten Fotos, die noch kommen, hätte sie eine ganze Nacht gedauert. Eine Entscheidung ist am billigsten, solange noch nichts auf ihr aufbaut.