benjamin weinlich
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#Datenbank

11 Beiträge zu diesem Thema, neueste zuerst.

Erfasst eine Sammeländerung wirklich alle Datensätze?

Eine Sammeländerung erfasst nur die Datensätze, die das Programm überhaupt anzeigt. Ich hatte in Uptime Kuma alle Überwachungen auf einen E-Mail-Kanal umgestellt und fand fünf Tage später sechs weitere, die in keiner Liste und in keiner Abfrage auftauchten, weil ihnen in der Datenbank ein Feld fehlte. Einer davon stand seit Wochen auf rot, ohne dass es jemand sah. Seitdem zähle ich nach jeder Sammelaktion gegen die Datenbank, nicht gegen die Liste. Was ein Programm nicht anzeigt, hat man auch nicht geändert.

Was tut eine Telefon-KI, wenn eine Rufnummer zu mehreren Kunden gehört?

Wenn eine Rufnummer zu mehreren Kunden gehört, braucht die Telefon-KI eine feste Regel, sonst rät sie. Beim Aufbau der Kundentabelle fand ich 436 Nummern, die auf mehrere Datensätze zeigen, 929 Kunden sind betroffen: mal dieselbe Familie, mal völlig fremde Leute. Ich lasse jetzt den jüngsten Kontakt gewinnen, damit am Telefon der richtige Name erscheint. Ein Schlüssel, der nicht eindeutig ist, braucht eine Entscheidung und keine Vermutung.

Woran merkt man, dass eine Software längst im Netzwerk lief und nicht auf dem Rechner?

Dass eine Software längst im Netzwerk lief, merkt man an ihrer gemeinsamen Konfigurationsdatei. Wir haben unsere Abgasuntersuchungs-Software auf einen neuen Rechner gezogen, sauber lokal installiert, und erst danach den alten Ordner auf dem Server geöffnet: Datenbank, Lizenz und die Schreibspuren von drei Arbeitsplätzen, bis in diesen Juli hinein. Wir waren also von Mehrplatz auf Einzelplatz umgezogen, ohne es zu wissen, und mussten zurück. Vor jedem Umzug steht die Frage, wo die Daten heute wirklich liegen.

Wo fängt man an, wenn gescannte Belege automatisch ihrem Vorgang zugeordnet werden sollen?

Gescannte Belege ordnet man nicht beim Scanner zu, sondern man fängt beim Datenmodell des Zielsystems an. Bevor ich einen einzigen Beleg automatisch einsortiere, habe ich mich durch über elfhundert Dateien der Loco-Soft-Dokumentation gelesen und die Feldstruktur von sieben Geschäftsobjekten herausgeschrieben, von Kunden über Fahrzeuge bis zu Rechnungen und Kaufverträgen. Erst wenn ich weiß, welche Felder ein Vorgang hat, weiß ich auch, woran ich einen gescannten Beleg erkenne. Wer die Form des Ziels nicht kennt, trifft es auch nicht.

Wie schaut man in eine laufende Produktiv-Datenbank, ohne etwas kaputtzumachen?

In eine laufende Produktiv-Datenbank schaut man nur mit einem Zugang, der ausschließlich lesen darf. Für die Bestandsaufnahme unserer Loco-Soft-Daten habe ich einen eigenen PostgreSQL-Nutzer benutzt, der nichts schreiben und nichts löschen kann, nur abfragen. So konnte das Stöbern im Produktivsystem nichts beschädigen, egal welche Abfrage ich abschickte. Ein Zugang, der nur lesen kann, richtet auch im falschen Moment keinen Schaden an.

1. Juni 2026 Frage

Warum tippen fünf Mitarbeiter jeden Tag Kundennummern in Dateinamen?

Dass fünf Mitarbeiter jeden Tag Kundennummern in die Dateinamen tippen, ist genau der Schritt, den ich abschaffen will. An unserem Scanner bekommt bisher jeder Beleg von Hand einen Namen aus Debitoren-Nummer und Kundenname, fünfzehn bis fünfundzwanzig Stück am Tag, und genau dort schleichen sich die Zahlendreher ein. Die Nummer steht längst in der Datenbank, also soll die Maschine sie nachschlagen, nicht der Mensch sie abtippen. Jede Eingabe von Hand ist eine Fehlerquelle, die man sich sparen kann.

17. Mai 2026 Frage

Kann ein großer Monitor eine Datenbank zum Absturz bringen?

Ein großer Monitor kann eine wackelige Datenbank tatsächlich zum Kippen bringen, wenn auch nur auf Umwegen. Bei uns meldete ein einziger von vielen Rechnern immer wieder einen Verbindungsfehler zur Datenbank, der Anbieter schob es auf den Laptop. Tatsächlich rendert der Ultra-Wide-Bildschirm an diesem Platz die doppelte Zahl an Kalender-Terminen pro Seite, und das über zwanzig Jahre alte Programm feuert für jeden Termin eine eigene Abfrage, bis die ohnehin überlastete MariaDB kurz wegbricht. Der Fehler sitzt nie im Browser, sondern immer dort, wo die Abfrage landet.