benjamin weinlich
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#Automatisierung

21 Beiträge zu diesem Thema, neueste zuerst.

2. Juni 2026 Frage

Soll eine KI ihre eigenen Beiträge ungeprüft veröffentlichen?

Ungeprüft veröffentlicht eine KI bei mir gar nichts. Zwischen dem Modell, das die Notizen schreibt, und der Website sitzt ein fester Torwächter, ein Skript, das jeden Entwurf gegen Secrets, Stil, Schema und Dubletten prüft und alles Zweifelhafte in die Quarantäne legt. Erst was diese starren Regeln passiert, geht live, abgeglichen gegen fünfundachtzig bestehende Notizen. Eine Maschine darf schreiben, aber entscheiden, was öffentlich wird, soll eine Regel, nicht eine zweite Meinung.

1. Juni 2026 Frage

Soll eine KI alle Felder aus einem Beleg ziehen oder nur die unsicheren?

Eine KI sollte nur die unsicheren Felder aus einem Beleg ziehen, die festen holt zuverlässiger ein einfaches Muster. Unsere Dokumenten-Pipeline arbeitet in drei Stufen: erst ein deterministischer Mustervergleich für klare Felder wie Datum und Belegnummer, dann Gemma für alles Unscharfe wie Absender und Belegart, am Ende ein Abgleich beider Ergebnisse. So rät die Maschine nur dort, wo es nichts Eindeutiges gibt. Wo eine Regel reicht, braucht es kein Modell, das auch mal halluziniert.

1. Juni 2026 Frage

Warum tippen fünf Mitarbeiter jeden Tag Kundennummern in Dateinamen?

Dass fünf Mitarbeiter jeden Tag Kundennummern in die Dateinamen tippen, ist genau der Schritt, den ich abschaffen will. An unserem Scanner bekommt bisher jeder Beleg von Hand einen Namen aus Debitoren-Nummer und Kundenname, fünfzehn bis fünfundzwanzig Stück am Tag, und genau dort schleichen sich die Zahlendreher ein. Die Nummer steht längst in der Datenbank, also soll die Maschine sie nachschlagen, nicht der Mensch sie abtippen. Jede Eingabe von Hand ist eine Fehlerquelle, die man sich sparen kann.

30. Mai 2026 Frage

Was übersieht eine Überwachung, die nur prüft ob ein Dienst läuft?

Eine Überwachung, die nur prüft ob ein Dienst läuft, übersieht den Dienst, der läuft und trotzdem nichts Frisches liefert. Bei einer Gesundheitsprüfung fiel mir auf, dass unsere nächtliche Kopie drei Tage alt war, während ein Cron alle drei Minuten per curl brav meldete, alles sei erreichbar. Die Datei war da, nur eben von vorgestern. Gesund heißt nicht, dass etwas atmet, sondern dass es das Richtige tut.

30. Mai 2026 Frage

Lohnt es sich, die Ursache zu suchen, wenn die Abhilfe ohnehin dieselbe ist?

Die Ursache zu suchen lohnt nur, solange die Abhilfe davon abhängt. Ich habe bei einem nächtlichen SCP-Job über eine Stunde gegraben, warum er nie in den Logs auftauchte, obwohl er sauber in der Crontab stand. Am Ende war die Lehre simpel: ob er fehlschlägt oder nie startet, die Kopie blieb drei Tage alt, und genau das musste weg. Manchmal ist die ehrliche Antwort, den Job neu aufzusetzen, statt das Rätsel zu lösen.

14. Mai 2026 Frage

Warum brauchte jedes neue Fahrzeug zwei Nächte, bis es online war?

Wegen zweier Server in zwei Zeitzonen. Ein Server lief in Weltzeit, der andere in unserer Zeit, und dadurch lief das Einspielen der Daten anderthalb Stunden nach dem Abgleich statt davor. Jedes neue Auto verpasste so seinen eigenen Lauf und kam erst die nächste Nacht. Ein falsch gesetzter Zeitplan kostet echte Zeit. Behoben, indem alle Schritte sauber hintereinander gelegt wurden.

Warum darf ein Health-Check niemals eine kostenpflichtige API aufrufen?

Weil Docker und der Reverse Proxy so einen Endpunkt tausende Male am Tag abfragen. Bei mir hat ein Health-Check in einem Dienst bei jedem Aufruf eine kostenpflichtige Such-API (Tavily) angestoßen. In vierundzwanzig Stunden waren das über viertausend Aufrufe und rund zehn Euro, ohne dass die eigentliche Funktion ein einziges Mal lief. Seitdem prüft ein Health-Check bei mir nur lokal: Läuft der Prozess, antwortet er. Nichts, was Geld kostet oder nach außen telefoniert.